Referenzen

Laufendes ÖPNV-Management für die Stadt Greven

LINIENNETZ GREVEN - Stand: 2012

Zum 1.1.2006 hat die Stadtwerke Greven GmbH mit der Grevener Verkehrs GmbH (GVG) als Verkehrsunternehmen die Organisation des ÖPNV mit dem Aufgabenträger Stadt Greven zusammen übernommen. In Abstimmung mit dem Kreis Steinfurt wird das ÖPNV-Angebot für den Busverkehr in der Stadt Greven organisiert.

Aus der Zusammenarbeit ergibt sich ein breit gefächerter Abstimmungsbedarf und mitunter auch Interessenkonflikte. Die PlaNOS unterstützt die GVG mit Ihren Konzepten diesen Prozess erfolgreich zu gestalten. Dabei liegen die Aufgaben der PlaNOS vor allem in den Bereichen:

  • ÖPNV-Marketing inkl. der Produktion/Herausgabe der Fahrplanhefte und dem  LINIENNETZ GREVEN
  • ÖPNV-Sprechstunden vor Ort  und  Betreuung des Servicetelefon der GVG (Montag - Freitag)
  • Abstimmung von Infrastrukturthemen
  • Vertretung der GVG in ÖPNV-relevanten Themen
  • Beantwortung von Bürger- und Behördenanfragen

Die PlaNOS führte in den Jahren 2003 und 2004 zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme des örtlichen Verkehrsangebots durch. Ein wichtiges Ergebnis dieses Prozesses war die Überarbeitung und Verbesserung des Liniennetzplans. Auch das Fahrplanheft der Stadt Greven wurde überarbeitet, verbessert und um den STADTBUS GREVEN - Fahrplan (im Taschenformat) ergänzt. In den neuen Versionen der beiden Fahrplanhefte werden die Belange der Stadt Greven stärker berücksichtigt und die Angebote des Stadtverkehrs mit der STADTBUS-Linie 250 (zwischen Greven und dem Stadtteil Reckenfeld) im Verhältnis zum Regionalbusverkehr passend dargestellt.

Gutachten Greven

Die Grevener Verkehrs GmbH (GVG) ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Greven GmbH und war im Busverkehr bis dato für den A/S/T-Verkehr in der Stadt Greven und die Betreuung des NachtBusses N9 zuständig. Das durchführende Verkehrsunternehmen des "ÖPNV / Linienverkehrs" ist das in Greven ansässige private Unternehmen Kraftverkehr Münsterland, C. Weilke GmbH & Co. KG (KVM).

Durch einen Ratsbeschluss der Stadt Greven sollte die Zuständigkeit und damit auch der Defizitausgleich für den ÖPNV zukünftig durch die GVG erfolgen. Um die steuer- und konzessionsrechtlichen Voraussetzungen hierfür zu schaffen, waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Zudem fehlten der GVG die personellen Kapazitäten, um ein fachgerechtes ÖPNV-Management in Greven zu betreiben.

Auf dieser Basis und in diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2005 die PlaNOS engagiert, um die Ist-Situation des Busverkehrs zu durchleuchten, als auch Verbesserungen für das gesamte ÖPNV-Umfeld in der Stadt Greven zu konzipieren.

Darüber hinaus wurde eine Leistungsbeschreibung für einen Verkehrsvertrag zwischen der GVG und der KVM begleitet und erarbeitet. Hierfür obliegt der GVG die Kontroll- und Überwachungsfunktion.

Gutachten Lübbecke

In der Stadt Lübbecke wird diskutiert, einen sogenannten "Frequenzbringer" in die Innenstadt zu holen und somit die Attraktivität insgesamt zu erhöhen. Die hierfür notwendigen Flächen sollte der bis dahin als ZOB genutzte Platz am Papendiek bieten.

Die PlaNOS wurde in diesem Zusammenhang beauftragt, mögliche alternative Plätze für einen neuen ZOB zu erforschen und aus Sicht des ÖPNV zu bewerten. Insgesamt standen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, wobei nur der Bahnhof und der Parkplatz Gänsemarkt in die näheren Untersuchungen einflossen, da die übrigen Alternativen schon bei der ersten Prüfung durchfielen.

Die PlaNOS entwickelte insgesamt 4 Szenarien:

  • Szenario 1: Der Bahnhof
  • Szenario 2: Der Gänsemarkt
  • Szenario 3: Der Gänsemarkt mit einer eingeschränkten Bedienung der Haltestelle am Papendiek
  • Szenario 4: Die Umgestaltung des bisherigen ZOB

Durch den sukzessiven Aufbau der Untersuchung konnte deutlich gemacht werden, dass der bisherige Standort des ZOB in Lübbecke aus der Sicht des ÖPNV unabdingbar ist und eine Verlängerung ein hohes Risikopotenzial für die Stadt beinhaltet.

Wien-Gutachten

Die Verkehrsverbund Ost-Region Gesellschaft m.b.H. ist die Management- und Regieebene für die ÖPNV-Leistungen im Großraum Wien.

Das Fahrplanangebot war gekennzeichnet durch eine starke Ausrichtung auf die Hauptverkehrszeit der Schülerbeförderung und des Berufsverkehrs. Von dieser Situation ausgehend ergab sich als ein Ziel des Gutachtens eine Optimierung einerseits und eine Attraktivierung des Angebotes zur Erschließung neuer Fahrgastpotentiale außerhalb des Ausbildungs- und Berufsverkehrs andererseits.

Im Rahmen des Gutachtens wurden angebotsverbessernde Maßnahmen geprüft und Fahrplankonzepte erarbeitet. Die Untersuchung ergab dabei Hinweise, in welcher Weise die Verkehrserbringung betriebswirtschaftlich optimiert werden kann (Fahrzeuganzahl, Busumläufe, Reduzierung von Leerfahrten u. dgl.). Zugleich wurde für das Verkehrsangebot ein Konzept zur Steigerung der Fahrgastzahlen durch Änderung in den Angebotsstrukturen, namentlich außerhalb des Schülerverkehrs, und damit der Einnahmen erarbeitet.

Die Neuordnung beinhaltete dementsprechend eine Kostenreduzierung durch

  1. Rückzug von Regionallinien aus dem Bereich der Wiener Kernstadt, bei gleichzeitig verstärkter Anbindung an das vorhandene Schnellbahnsystem,
  2. Neuordnung der Linienstruktur durch die Durchbringung von Linien und die verbesserte Abstimmung von Parallelverkehren.

Das Untersuchungsgebiet lag an der südlichen Stadtgrenze von Wien und betraf die Städte und Gemeinden Liesing, Mödling und Wienerwald.

TWE-Gutachten

Die TWE-Busverkehrs-GmbH (TWE) ist ein Tochterunternehmen der Teutoburger Wald-Eisbahn-AG, an der die Connex-Gruppe mehrheitlich beteiligt ist und auch der Kreis Güterloh Anteile hält. Die TWE erbringt Leistungen im regionalen ÖPNV des Kreises Gütersloh und angrenzender Kommunen und betreibt den Stadtverkehr in Rheda-Wiedenbrück.

Vor Erstellung des Gutachtens war das Fahrplanangebot durch eine starke Ausrichtung auf die Schülerbeförderung gekennzeichnet. Ziel war es, das Verkehrsangebot betrieblich zu optimieren und in stärkerem Maße auf Fahrgastpotentiale des Jedermann-Verkehrs auszurichten.

Die Untersuchung und Angebotskonzeption basierte auf folgenden Ansätzen:

  • Vertaktung der TWE-Linien
  • Überprüfung der Linienwege
  • Vereinheitlichung der Linienführung
  • Vermeidung von Schleifenfahrten mit längeren Reisezeiten im Zielverkehr
  • Schaffung von Anschlussbeziehung zwischen den TWE-Linien sowie im Übergang zu Angeboten anderer Verkehrsunternehmen
  • Optimierung der Betriebsleistung

Das Untersuchungsgebiet war auf den zwischen den Städten und Gemeinden Versmold, Oelde, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Hövelhof und Bielefeld gelegenen Verkehrsraum eingegrenzt.

Unter Berücksichtigung der Rahmenrichtlinien des NVP für den Kreis Gütersloh, einer Bestandsanalyse und einer betrieblichen Bewertung wurden detaillierte Angebotskonzepte entwickelt und Nachfrageentwicklungen abgeschätzt.

VMR-Gutachten

Die VMR Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg GmbH, die öffentlichen Personennahverkehr unter anderem in der Stadt Minden betreiben, standen im Jahr 1998 vor der Herausforderung, die Wettbewerbsfähigkeit ihres ÖPNV einerseits sowie die Attraktivität andererseits in kürzester Zeit spürbar zu erhöhen.

Um Anregungen zu bekommen, über welche Schritte - verkehrlicher wie auch betrieblicher Art - diese beiden Ziele kurz- bzw. mittelfristig für den ÖPNV in der Stadt Minden zu erreichen sind, ist von der VMR-Geschäftsführung das Gutachten bei der PlaNOS in Auftrag gegeben worden.

Nach einer ersten Übersicht über die Gegebenheiten des ÖPNV in der Stadt Minden sind von der VMR zusammen mit der PlaNOS die folgenden vier Planungsansätze als Arbeitsauftrag für das Gutachten erarbeitet worden:

  • Planungsansatz 1: Wagenumlaufplan
  • Planungsansatz 2: Staffelung der Schulanfangszeiten (modellhaft)
  • Planungsansatz 3: Optimierung der Linien/Achsen
  • Planungsansatz 4: Zusätzliche Optionen zur ÖPNV-Optimierung

Diese vier Planungsansätze unterscheiden sich sowohl in der zeitlichen Umsetzungsmöglichkeit, als auch in der Konkretisierung innerhalb des vorgelegten Gutachtens.

Das Untersuchungsgebiet umfasste die Stadt Minden sowie die vom Regionalverkehr bedienten Umlandstädte Petershagen, Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und die Umlandgemeinde Hille.

Auf Grundlage der vier Planungsansätze wurden von der PlaNOS konkrete Möglichkeiten für den Stadtverkehr Minden aufgezeigt, wie kurzfristig bzw. mittelfristig Kosteneinsparungen zu erreichen sind. Die Empfehlung der PlaNOS war, die eingesparten Kosten in ein optimiertes ÖPNV-System zu reinvestieren, um die Attraktivität und die Wirtschaftlichkeit des ÖPNV in der Stadt Minden deutlich zu erhöhen. Mögliche Ansätze die aufgezeigt wurden waren:

  • Linienbeschleunigung
  • Tarifmaßnahmen
  • Angebotsausweitung
  • betriebliche Kooperation
  • betriebliche Optimierung

FMO

Der Marktanteil der Low-Cost-Airlines wächst und neue Präferenzen hinsichtlich Preiswürdigkeit und kurzer Anreisezeit treten bei den Passagieren in den Vordergrund.

Das FMO-Gutachten gibt auf der Basis der aktuellen und der prognostizierten Fluggastzahlen für den FMO vor dem Hintergrund bereits bestehender Verkehrsverbindungen konkrete Vorschläge für die Weiterentwicklung der Verkehrsangebote am FMO. Dazu wird eine vergleichende Analyse von Zubrigerangeboten ähnlicher großer Flughäfen vorgenommen und Lösungsansätze für den FMO aufgezeigt. Weiterhin werden Empfehlungen zu Vermarktung und Vertrieb im Zubringerverkehr auch im Hinblick auf eine grenzüberschreitende Vermarktung des FMO gegeben.